Wie steht es um die „Austropharm“ 2021?

Veranstalter Reed Exhibitions zeigt Flexibilität und sieht einen Silberstreif am Horizont: hybride Formate im Messewesen. Was das digitale Format für die „Austropharm“ bedeutet, was es mit der „Newcomer Area“ auf sich hat und was sich Aussteller erwarten dürfen.

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Gerald Stainoch und Stefan Wisiak verraten im Interview was ein hybrides Format im Messewesen ist und was Aussteller der "Austropharm" 2021 erwartet.

Die geplante „Austropharm“ 2020 fiel genau in den ersten Lockdown in Österreich und wanderte coronabedingt daher in den April 2021. Nun befinden wir uns im zweiten Lockdown und kein Veranstalter hat die Gewissheit, dass was heute geplant wird im Frühjahr 2021 auch stattfindet. Nun stellt sich die Frage: Wie steht es um die Branchenleitmesse in Österreich? Wir haben dazu mit Stefan Wisiak, Senior Project Manager und Gerald Stainoch, Head of Sales bei Reed Exhibitions Österreich gesprochen.

Reed Exhibitions: Herr Wisiak, spannendste Frage zuerst: Gibt es Hoffnung für eine „Austropharm“ im April 2021? 

Stefan Wisiak: Aus heutiger Sicht auf jeden Fall. Unser Ziel ist die Durchführung einer physischen Veranstaltung. Wir glauben auch in dieser herausfordernden Zeit an die Zukunft von Messen und sehen die Wichtigkeit darin, persönliche Begegnung zu ermöglichen. Alles unter der obersten Priorität von Sicherheit für alle Beteiligten.

Herr Stainoch, Sie sind ein gutes Barometer für die Stimmung unter den Ausstellern ….

Gerald Stainoch: … die sehr gut ist. Ich schließe mich dem Gesagten meines Kollegen an. Wir blicken gebannt auf das Frühjahr und sehen schon einen ersten Silberstreif am Horizont. Der aktuelle Status der vorliegenden Anmeldungen ist sehr gut und zeigt die Wichtigkeit der „Austropharm“ als Leitfachmesse und das damit verbundene Vertrauen unserer Aussteller in uns als Veranstalter.

Die große Kür: Planungssicherheit. Die es momentan fast nicht gibt. Wie gehen Sie damit um?

Wisiak: Indem wir laufend und genau die Entwicklungen, die behördlichen Vorgaben und Empfehlungen beobachten. Wir sind in einem ständigen Dialog mit Ausstellern und Partnern und haben ein umfangreiches Hygiene- und Präventionskonzept durchdacht. Außerdem arbeiten wir an einem hybriden Format für die „Austropharm“.

Stichwort Hybride Messe, es wird also auch eine digitale Erweiterung geben?

Wisiak: Die Kombination von physisch und digital ist zwar der derzeitigen Situation geschuldet, aber grundsätzlich nicht neu. Schon vor Covid-19 war klar, dass der Weg Richtung Erweiterung um digitale Angebote und Interaktionsmöglichkeiten geht. Die „Austropharm“ soll sich zu einer 365-Tage-Branchenplattform entwickeln, welche dann 24/7 die Besucher über Neuheiten der Aussteller und der gesamten Branche versorgt. Diese Informationen stellen wir auch über unseren zukünftig monatlichen Newsletter sowie unseren Social Media-Auftritt zur Verfügung.

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"Die „Austropharm“ soll sich zu einer 365-Tage-Branchenplattform entwickeln, welche dann 24/7 die Besucher über Neuheiten der Aussteller und der gesamten Branche versorgt", so Wisiak.


Wie sieht das Hygiene- und Präventionskonzept aus? Gibt es verpflichtende Maßnahmen für die Aussteller? 

Stainoch: Das Thema Sicherheit für unsere Aussteller, Mitarbeiter und unsere Besucher steht für uns an oberster Stelle. Das muss es auch, denn als Marktführer und größter privater Messeveranstalter in Österreich setzen wir in Abstimmung mit Behörden, Agenturen und externen Beratern immer wieder neue Maßstäbe. Über unser aktuellen Hygiene- und Präventionmaßnahmen kann man sich jederzeit online auf unserer Website www.messe.at informieren.

Können Sie sich vorstellen, dass die „Austropharm“ auch nur digital stattfinden kann?

Wisiak: Können ja, wollen allerdings nicht. Aber wenn es nicht anders geht, dann sind wir darauf vorbereitet. Den Mehrwert für Aussteller und Besucher solcher Formate haben wir mit dem „Gastro Circle“ und der „Interpädagogica“ schon erfolgreich bewiesen. 

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Das Thema Sicherheit für unsere Aussteller, Mitarbeiter und unsere Besucher steht für uns an oberster Stelle" priorisiert Stainoch in der Planung.

Digital ist bekanntlich sehr transparent. Ergeben sich da Vorteile für Aussteller Herr Stainoch?

Stainoch: Ein besonderer Benefit bei digitalen Events liegt zum Beispiel in der vollständigen Analyse von Kontakten und Leads, welche sich im Nachhinein wunderbar aufbereiten lassen. Zusätzlich können wir unsere Zielgruppe um ein Vielfaches durch eine interessierte, digitale Community erweitern. Und das gefällt auch den Ausstellern. 

Was verstehen Sie unter digitalen Präsentationsmöglichkeiten?

Wisiak: Ein virtueller Messetag umfasst unterschiedliche Programmpunkte. Auf Distanz, bequem vom PC aus, kann man sich Ideen, Anregungen und Informationen auf verschiedenste Arten holen. So sind Vorträge und Diskussionsrunden Teil des Programms. Aussteller stellen dann zum Beispiel Online-Profile mit verschiedenen Präsentationsformen wie Texte, Video oder Downloads zur Verfügung.

Herr Wisiak, planen Sie etwas Neues für den April?

Wisiak: Wir planen die „Austropharm“ um einige spannende Themen zu erweitern, dazu zählen unter anderem Life Science, Individualisierte Medizin und Biomedizin.

Und für Aussteller Herr Stainoch?

Stainoch: 2021 wird es zudem erstmals eine “Newcomer Area” für Jungunternehmer und Neugründer geben. Außerdem erweitern wir den Ausstellungsbereich um die Themen Körperpflege, Kosmetika, Nahrungsergänzungsmittel & OTC Produkte sowie Ladenbau und Consulting. 

Vielen Dank für das Gespräch!

Das Gespräch führte Kathrin Kremser, Content Manager