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Todesursache Ertrinken - Neuer UNICEF-Report

In Teilen Asiens ist Ertrinken die Haupttodesursache für Kinder

Wien (UCE - 23.05.2012 09:00 Uhr)
Obwohl in Teilen Asiens Ertrinken die Haupttodesursache für Kinder ist, werden wirksame und kostengünstige Präventionsprogramme nicht ausreichend umgesetzt, besagt ein neuer UNICEF-Report.

Für den Report "Child Drowning" wurden vier Länder untersucht (Thailand, Bangladesch, Kambodscha und Vietnam) sowie zwei chinesische Provinzen (Beijing und Jiangxi). Die Ergebnisse zeigen, dass einer von vier Todesfällen von Kleinkindern in den untersuchten Ländern durch Ertrinken verursacht wird.
"Zu lange war Ertrinken eine verborgene Epidemie", sagt Gordon Alexander, Leiter des UNICEF-Forschungsinstituts. "Während der letzten drei Jahrzehnte haben die Staaten enorme und kontinuierliche Fortschritte beim Kampf gegen Infektionskrankheiten gemacht. Doch nicht bei Todesfällen durch Ertrinken. Folglich entwickelt sich Ertrinken zur Haupttodesursache für Kleinkinder in den untersuchten Ländern."
Die Untersuchungen ergeben auch, dass die Mehrheit aller Todesfälle durch Ertrinken vermeidbar ist. Die Todesfälle finden meist innerhalb eines Radius von 20 Metern um das Wohnhaus statt, häufig entfernen sich unbeaufsichtigte Kinder und fallen in Wasserstellen.
Untersuchungen aus Bangladesch zeigen, dass Prävention diese Todesfälle um 90 Prozent reduzieren kann!
- Todesfälle durch Ertrinken konnten in Dorfkindergärten durch verbesserte Beaufsichtigung um 80 Prozent verringert werden. - Todesfälle durch Ertrinken konnten durch Schwimmunterricht um über 90 Prozent gesenkt werden.
"Dieser Report zeigt, dass es ein ernstes - und bis jetzt verborgenes - Problem in den untersuchten Ländern gibt. Er beweist auch, dass leistbare Interventionen hunderte Leben retten können. Wir müssen jetzt handeln", so Gordon Alexander.
UNICEF unterstützt in der Region Schwimmkurse, Erste-Hilfe-Kurse sowie Betreuungsprogramme.
Der Report steht zum Download auf www.unicef.at bereit.
Rückfragehinweis: UNICEF Österreich, Mag. Alexander Schwentner Tel.: 01-879 21 91-75, schwentner@unicef.at
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/12111/aom
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