Burnout-Prävention
bfi Wien liefert Strategien für Mitarbeiter/innen und Führungskräfte
Wien (BFI - 29.07.2010 14:07 Uhr) Das Thema Stress bzw. Burnout, die Ursachen und
(Neben-) Wirkungen werden in letzter Zeit wieder heiß diskutiert. Es
lässt sich angesichts der zunehmenden Krankenstände aufgrund
psychischer Überbelastungen wohl nicht mehr verdrängen, Studien
belegten schon den Produktivitätsverlust für die Unternehmen.
Betroffen sind mittlerweile nicht nur Lehrer/innen, Pflegepersonal
oder Ärzt/innen, sondern "Perfektionisten" in allen Berufen und
Branchen oder Menschen, die nicht den ihren Fähigkeiten
entsprechenden Arbeitsplatz haben. Auch hohe Leistungen ohne fehlende
Anerkennung, "Einzelkampf" anstatt produktive Teamarbeit und
Konkurrenzdruck - vor allem in wirtschaftlich angespannten
Situationen - kann zu negativem Stress bis zum "Ausbrennen" führen.
Während die "Schuldfrage", die Behandlungsmöglichkeiten und
Kostenübernahme geklärt werden, ist noch genug Zeit für Reflexion -
auch für Mitarbeiter/innen und Führungskräfte.
Mag. Dr. Ursula Peter-Heinrich hat sich mit dem Thema der
negativen Auswirkungen von wirtschaftlichen Veränderungen
auseinandergesetzt - vor dem Hintergrund ihrer langjährigen
Führungserfahrung in Banken und Dienstleistungsunternehmen, ihrer
Lehrtätigkeit an der WU und bfi Wien Akademie und als
Unternehmensberaterin. Bei ihren "Empfehlungen" geht es auch um
Prophylaxe, wie man dem Stress entgegenwirken kann.
Umgang mit Veränderungen, Umstrukturierungen und Verunsicherungen
Für Peter-Heinrich steht die Kommunikation der Führungskräfte an
erster Stelle: "Geben Sie laufend und vorweg Informationen - Gerüchte
sind immer schlimmer als die Realität und binden Zeit, die für
produktive Arbeit zur Verfügung stehen soll. Sprechen Sie die
vermuteten Ängste Ihrer MA offen an. Zeigen Sie auch die Vorteile der
Veränderung auf - es gibt immer welche. Finden Sie heraus, warum sie
erforderlich sind. Wofür könnten Sie die Veränderung nutzen - was
könnte nachher viel besser sein als vorher? Teilen Sie diese Vision
anschaulich mit Ihren Mitarbeiter/innen, erarbeiten Sie eine
gemeinsam getragene Vision und entwerfen Sie einen realistischen Weg
dorthin mit Meilensteinen und Zielen. Feiern und würdigen Sie jede
erreichte Etappe, das stärkt das Vertrauen in die eigene
Bewältigungsfähigkeit."
Vor diesem Hintergrund stellt sich natürlich die Frage der
Motivation der Mitarbeiter/innen, die immer mit der Einsicht in den
Nutzen der Veränderung zusammenhängt. Führungskräfte können nur die
Chance auf Eigenmotivation fördern und unterstützen. "Beobachten Sie,
was Ihre MA motiviert und was nicht. Auf welche Ihrer Aktionen Ihre
Mitarbeiter/innen wie reagieren. Fragen Sie sich, wie und wann Sie
selbst motiviert sind," so Peter-Heinrich. Und an die
Mitarbeiter/innen gewandt: " Es hilft die Phasen der Veränderung und
die damit verbundenen Emotionen als normal zu kennen und zu wissen,
dass sie Zeit brauchen und auch wieder vergehen. Sie bleiben
gelassener. Setzen Sie sich bewusst kleine, erreichbare, konstruktive
Ziele und schaffen Sie Ihre eigenen Erfolgserlebnisse."
Wie geht man als Mitarbeiter/in mit dem steigenden Leistungsdruck um?
Peter-Heinrich rät zu regelmäßigen "Boxenstopps" und Reflexion
inkl. Zielfokussierung: "Was ist wichtig für meinen beruflichen
Erfolg? Was ist meine Aufgabe, Funktion? Welche Ziele will ich
erreichen? Was daran macht mir Freude? Was kann ich leicht und gut?"
Einerseits helfe ein bestimmter Rhythmus, Kraft zu sparen,
andererseits: "Raus aus den Routinen und hin zum Ressourcencheck:
"Welche anderen Möglichkeiten gibt es, das Ziel zu erreichen? Welche
Ressourcen (Arbeitskraft, Systeme, Ideen) und Unterstützung könnte
ich noch nutzen?"
Und aus Sicht der Führungskraft
... kann viel Stress durch "stärkenbasiertes Management" abgebaut
und verhindert werden: Ressourcen entsprechend der Frage "wer kann
was gut?" nutzen. Unterstützung zu bieten, könne zudem emotional viel
bewirken. Die positive Beziehung zum Team ist laut Peter-Heinrich die
Grundlage für Höchstleistungen. Als Rollenvorbild werden Ziele
gesetzt und kommuniziert. Und: "Das Wichtige und Notwendige
konsequent und effizient erledigen (lassen). Unwichtiges ausfiltern,
Mut haben zum - berechtigten und wohlüberlegten - Nein, auch nach
oben in die Hierarchie, zum Auftraggeber."
bfi Wien Lehrgänge
... bieten die Möglichkeit, für sich persönlich und für das
Unternehmen Strategien gegen Stress und für konstruktiven Umgang mit
Veränderungen zu entwickeln.
Diplomlehrgang Expert/in für Burnout- und Stressprävention,
Informationsabend: 4.10.2010, Dauer: 19.11.2010-2.7.2011
Diplomlehrgang Systemisches Coaching für die Führungspraxis an der
bfi Wien Akademie für (angehende) Führungskräfte, Informationsabend:
15.11.2010, Dauer: 17.12.2010-28.5.2011,www.bfi-wienakademie.at
Rückfragehinweis:
Mag. Gabriele Masuch, bfi Wien
1034, Alfred-Dallinger-Platz 1
01/81178/10385, g.masuch@bfi-wien.or.at, www.bfi-wien.at
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1805/aom
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