SVA zur Gebarungsvorschau der Krankenversicherung: 2011 positives
Ergebnis!
Gesetzliche Zwangsmaßnahmen rauben der Sozialversicherung der
Selbständigen 135 Mio. Euro - Schlechterstellung muss ein Ende
haben.
Wien (SVA - 15.05.2012 11:15 Uhr) "Wieder einmal aus eigener Kraft geschafft!" So
kommentierte Peter McDonald, stv. Obmann der SVA, die heute,
Dienstag, veröffentlichten Gebarungsergebnisse der
Krankenversicherung für 2011. Die Sozialversicherung der gewerblichen
Wirtschaft habe demnach ein knapp positives Finanzergebnis erzielt.
"Nur mit größten Anstrengungen und dank unserer Reserven konnten wir
die Zwangsmaßnahmen verdauen, die uns der Gesetzgeber aufgezwungen
hat. Allein die Senkung des Hebesatzes kostet uns und unsere
Versicherten 2011 17 Mio. Euro. Im Sinne der Versichertengemeinschaft
konnten wir trotz dieser Stolpersteine noch einen Bilanzgewinn von
rund 4,2 Mio. Euro erwirtschaften", so McDonald.
Die Prognose für 2012 sieht deutlich schlechter aus, da auf die
SVA neben den 17 Mio. Euro vor allem durch eine nochmalige Absenkung
des Hebesatzes weitere Einnahmenausfälle von rund 7 Mio. Euro
zukommen. Zusätzlich wird die SVA durch die Mitfanzierung des
Hanusch-Krankenhauses belastet. Insgesamt verliert die SVA 135 Mio.
durch gesetzliche Zwangsmaßnahmen.
"Die permanente Schlechterstellung der SVA muss ein Ende haben -
wir können nicht zur Melkkuh der Sozialversicherung gemacht werden
und mit unseren stabilen Gebarungen die Defizite anderer Kassen
quersubventionieren." In den vergangenen Jahren seien die Kassen der
SVA systematisch geplündert worden - "und das, obwohl wir als
Versicherung der Selbständigen vor völlig neuen Herausforderungen
stehen und neue Formen der Selbständigkeit und deren Risiken
absichern müssen", sagt McDonald. "Um ein möglichst engmaschiges
soziales Sicherungsnetz für unsere Versicherten zu knüpfen, brauchen
wir unsere Beiträge und Rückstellungen selbst."
Mittels einer Urbefragung will die SVA nun alle Versicherten
mitentscheiden lassen, wohin der Weg gehen soll, welche zusätzlichen
Versicherungsleistungen künftig besonders wichtig sind und mit
welcher Priorisierung mit dem Gesetzgeber verhandelt wird. "Denn klar
ist: Wir können nicht mehr ausgeben, als wir einnehmen. Unsere
oberste Verantwortung ist es, unser Leistungsangebot sicher
aufzustellen - darauf müssen sich unsere Versicherten verlassen
können. Eine Verantwortung, die auch der Gesetzgeber trägt!"
Zwtl.: SVA Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft
Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA)
ist der Sozialversicherungsträger für Österreichs Unternehmerinnen
und Unternehmer. In ihrer Zuständigkeit für die gesetzliche
Krankenversicherung der Selbständigen betreut die SVA rund 700.000
Anspruchsberechtigte (davon 340.000 Aktive, 130.000 Pensionisten und
230.000 Angehörige), in ihrer Zuständigkeit für die gesetzliche
Pensionsversicherung 360.000 Anspruchsberechtigte (300.000
Gewerbetreibende und 60.000 Freiberufler).
Als modernes Dienstleistungsunternehmen setzt die SVA auf
Kundennähe, effiziente, schlanke Verwaltung und Aktionen wie "Fit zu
mehr Erfolg" und den einzigartigen "SVA-Gesundheitshunderter", welche
den Versicherten Motivation zur aktiven Prävention geben. Als erste
Sozialversicherung legt die SVA den Fokus auf die Gesundheitsvorsorge
und bietet mit der Gesundheitsversicherung "Selbständig Gesund"
umfassende Vorsorgeleistungen an, die auf freiwilliger Basis beim
Gesundbleiben oder -werden unterstützen.
Rückfragehinweis:
Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft
Gerhard Schumlits
Tel. Nr. 05 08 08/3466 DW
E-Mail: Gerhard.Schumlits@svagw.at
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/842/aom
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OTS0137 2012-05-15/11:15
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